Rundgänge

 

Alle Rundgänge starten auf dem Rathausplatz Weinfelden und dauern etwa anderthalb Stunden. Die Teilnahme kostet 10 Franken pro Person. Erleben Sie Geschichte und Geschichten aus alten Zeiten – mit Gefühlen, Augen und Ohren des 21. Jahrhunderts.

rundgänge im sommer- und herbstprogramm 2022

 

Geschichten zur Advents- und Weihnachtszeit

 

Mittwoch, 21. Dezember 2022, 18:30 Uhr, Rathausplatz

Geschichte und Geschichten aus Weinfelden

mit Vreni Brenner und Franz X. Isenring 

 

Die Kirchgasse hinunterschlitteln. Da waren die Winter noch richtige Winter…

Weinfelden ist voller Geschichten. Vreni Brenner und Franz X. Isenring begleiten Sie in der längsten Nacht des Jahres durch den alten Stadtkern und erzählen Ihnen Spannendes aus alten Weinfelder Zeiten - von Lichterglanz, Wärme und Fürsorge - aber auch heitere, uns zum Schmunzeln bringende Begebenheiten.

 

Ein heisser Punsch wärmt uns auf und lässt uns in idealer Weise auf die kommenden Weihnachtstage einstimmen.Die Führung findet bei jeder Witterung statt. Sie beginnt um 18:30 Uhr. Besammlung ist auf dem Rathausplatz.

 


GERNE BEGLEITEN WIR SIE IN EINER PRIVATEN GRUPPE, ALS VEREIN, FAMILIE ODER GESELLSCHAFT DURCH UNSERE HEIMAT. LASSEN SIE SICH AUF DIESER GANZEN SEITE FÜR THEMENWÜNSCHE INSPIRIEREN!


Altstadtrundgang - der "Klassiker"

 

Geschichte und Geschichten im Zentrum des Thurgaus

mit Martin Sax oder Franz X. Isenring

 

Lernen Sie uns und den alten Stadtkern kennen! Weinfelden ist das geografische Zentrum unsere Kantons, und hier wurde die thurgauische Geschichte über Jahrhunderte geprägt. Zwar lebten die Menschen hier - wie überall im Thurgau - jahrhundertelang unter strenger Herrschaft der eidgenössischen Orte und verwaltet von zahlreichen Gerichtsherrschaften. Immer aber bildeten sie eine Gemeinschaft, die zusammen lebte und arbeitete, gute und böse Zeiten durchmachte und bis heute die Heimat schuf, die wir bis heute lieben.

 

Wir treffen uns auf dem Rathausplatz, bewundern die evangelische Kirche und das historische Gasthaus zum Trauben. Wir spazieren durch die Hauptgasse und in Hinterhöfe. Dabei erfahren wir, wo und wie die Menschen lebten, die das «Gesicht» unserer Heimat prägten. Es gibt viel zu sehen, zu hören und zu entdecken! Lassen Sie sich bezaubern von fröhlichen Leuten, erleben Sie Geschichte und Geschichten aus alten Zeiten - mit Gefühlen, Augen und Ohren des 21. Jahrhunderts.



Wasser und Brunnen im Ortskern

 

Geschichte und Geschichten aus dem Leben der Menschen

mit Franz X. Isenring oder Martin Sax

 

Die Selbstverständlichkeit, mit der wir heute unser immer verfügbares und sauberes Wasser nutzen, ist historisch gesehen eine vergleichsweise neue Erscheinung. Bis ins frühe 20. Jahrhundert war die Wasserversorgung in Weinfelden ein ständiges Problem. Quellen am Ottenberg speisten zahlreiche öffentlichen Brunnen. Hier traf man sich zur Versorgung des Haushalts, und am Trog war gleichzeitig auch Wasch- und Schwatzplatz.

 

Auch die heute noch bestehenden Brunnen haben eine vielfältige Geschichte. Ihre ursprüngliche Bedeutung haben sie jedoch weitgehend verloren. Heutzutage dürfen wir sie darum als optische Aufwertung des Stadtbilds und gelegentlich als Treffpunkt geniessen. Auf dem Rundgang erfahren wir mehr über sichtbare und versteckte Besonderheit der ganz unterschiedlichen Anlagen, und wir machen uns Gedanken darüber, wie die Menschen mit den damals völlig anderen Voraussetzungen umgingen.

 



Marktplatz-Bankplatz-Bahnhofplatz

 

Geschichte und Geschichten im Zentrum des Thurgaus

mit Martin Sax

 

Auch ausserhalb des historischen Ortskerns hat sich unser Dorf in den letzten zweihundert Jahren entwickelt und verändert. Mit der Bundesverfassung von 1848 kam die Niederlassungsfreiheit, und mit dem Bau der Eisenbahn 1855 begann eine erste Mobilität. Das brachte einen starken Aufschwung für Handel und Gewerbe. Erste Fabriken nahmen den Betrieb auf, und ab 1871 verstärkte die neu gegründete Thurgauische Kantonalbank die lokale Wirtschaft.

 

Wir treffen uns auf dem Rathaus- oder auf dem Marktplatz und begleiten Sie durch die alte "Feldgasse" hinunter zur Bahnlinie und bis zur Post. Auf diesem Weg begegnen wir Veränderungen, die uns bewusst machen, dass sich die Wirtschafts- und Lebensverhältnisse immer und bis in die neueste Zeit andauernd und stark verändert haben.



Auf Frauenspuren in Weinfelden 18./19. Jh.
oder

Auf Frauenspuren in Weinfelden 19./20. Jh.

 

Geschichte und Geschichten im Zentrum des Thurgaus
mit Dominique Bornhauser, Vreni Brenner oder Malou Zürcher

 

Auf dem Rundgang begegnen wir der Geschichte starker Weinfelder Frauen, und wir erfahren, wo und wie sie lebten. Unser Leben ist geprägt vom gewachsenen Bild unserer Heimat. Daran waren Frauen ganz wesentlich beteiligt, auch wenn wir manchmal dazu neigen, historische Ereignisse allein mit Männernamen zu verbinden.

 

Der Rundgang beginnt am Rathausbrunnen. Diesem gab Jakob Brüllmann (1872-1938) im Jahr 1931 seine heutige Form. Der Brunnen gilt dem Andenken des Theologen, Dichters und Politikers Thomas Bornhauser, der 100 Jahre zuvor zum Wegbereiter der Regenerationsverfassung geworden war. Die Statue, die den Brunnen schmückt, zeigt eine unbekannte Frau und zwei Knaben, deren Namen wir nicht kennen. Dieses Beispiel zeigt, dass man zwar Mütter als Monumente auf den Sockel stellt und sie gleichzeitig ihres eigenen Namens beraubt. Auf dem Rundgang erfahren wir mehr über das Leben und die Geschichte der namenlos gebliebenen Frauen, die sich für Ihre Familien, im Beruf und das Gemeinwesen eingesetzt haben. Dabei besuchen wir Häuser und Plätze, an denen sie wirkten.



Höfe und Gärten im Stadtzentrum

 

Ein Rundgang hinter die Fassaden des Zentrums

mit Franz X. Isenring oder Martin Sax

 

Das Leben der Menschen spielte sich früher auf viel dichterem Raum ab. Nicht nur lebten sie in den Häusern enger zusammen als heute. Viele von ihnen übten auch am Wohnort ihr Handwerk oder Gewerbe aus, und daneben betrieben sie meist eine kleine Landwirtschaft. Das traf auch auf den Pfarrer, Lehrer, Apotheker oder Eisenhändler zu. Diese Art zu leben bewirkte, dass auch der Umgebungsraum der Häuser oft verschachtelt und vielfältig genutzt war.

 

Erstaunlich viel ist davon erhalten und auffindbar geblieben, auch wenn wir es manchmal erst auf den zweiten Blick sehen. Hinter den Häusern der Weinfelder Bürger und Handwerker entdecken wir bis heute ihre Höfe und Gärten. Im Hof übten sie ihr Gewerbe aus und stapelten ihre Handelswaren. Und in den anschliessenden Gärten pflegten sie kleine Felder oder hielten ein wenig Vieh, um einen Beitrag an die Ernährung der Familie zu leisten. 

 



Rund um den alten Ortskern

 

Geschichte und Geschichten aus Weinfelden

mit Fabian Traber

 

Weinfelden ist über Jahrhunderte rund um den ältesten Ortskern gewachsen. Auf dem Rundgang in den angrenzenden Gassen und Strassen begleiten wir Sie von der Gerbergasse bis in die Magdenau. Sie begegnen auch hier Geschichten und Ansichten über Häuser und deren Bewohnerinnen und Bewohner, die uns bis heute staunen lassen. Dabei werfen wir auch immer wieder auch einen Blick in die nähere Umgebung über den Dorfrand hinaus.

 



Von der Hub ins Oberdorf

 

Geschichte und Geschichten aus Weinfelden

mit Fabian Traber

 

Die Geschichte Weinfeldens beginnt früh. Aber das eigentliche Dorf hat seinen Ursprung als ständige Siedlung wohl an zwei Orten: Im Gebiet des Eigenhofs und auf der Hub. Hier war man dank der leicht erhöhten Lage sicher vor Hochwasser und trotzdem nahe am fruchtbaren Allmendland der Ebene. Auch begünstigten diese Standorte das Zusammenleben der Menschen und die Entwicklung von Handel und Gewerbe.

 

Auf einem Spaziergang erkunden wir das östliche der beiden alten Siedlungsgebiete und hören Geschichten über die Geschichte von Liegenschaften und Menschen. Unscheinbar zwischen dem Felsenkeller und dem Steinhaus beginnt die Hubgasse. Auf dem Weg ins Oberdorf betrachten wir verschiedene Gebäude. Wir nehmen dabei unterschiedliche Perspektiven ein und hören Anekdoten, die sich am Rande des Dorfkerns zugetragen haben. Lassen Sie sich überraschen! 

 



Riegel, Stein, Beton - Baukonstruktionen im Wandel

 

Geschichte und Geschichten aus Weinfelden

mit Martin Sax

 

Auf einem Spaziergang durch die Bank- und die Frauenfelderstrasse und mit ein paar Seitenschwenkern betrachten wir alte und neue Häuser mit dem Blick auf ihre Konstruktion. Schönheit liegt im Auge der Schauenden - aber der tiefere Grund für das tatsächliche Aussehen der Häuser liegt meist an einem anderen Ort. Ob es uns gefällt oder nicht: Noch zu keiner Zeit wollte ein Bauherr ein hässliches Haus erstellen: Es sollte ihm gefallen, es sollte nützlich, stabil und erst noch bezahlbar sein.

 

Prägend waren in unserer Gegend über lange Zeit Riegelbauten. Seit Mitte des 18. Jahrhunderts waren sie aber kaum mehr sichtbar. Wer etwas auf sich hielt, wollte in einem Haus aus Stein leben. Und wenn man sich das nicht leisten konnte, tat man wenigstens so, als ob... Häuser wurden konsequent verputzt. Das war Isolation, Brandschutz und nicht zuletzt Noblesse! Wenn wir uns heute an dekorativen Riegelbauten erfreuen, müssen wir uns bewusst sein, dass uns der Blick des 21. Jahrhunderts nicht die Realität der Baugeschichte zeigt.

 



Überraschende Frauenfelderstrasse

 

Geschichte und Geschichten aus Weinfelden

mit Vreni Brenner und Franz X. Isenring

 

Was früher die Hauptgasse war, ist heute die Frauenfelderstrasse. Sie gehört  ohne Zweifel  zu den schönsten Strassen Weinfeldens. Früher das eigentliche Zentrum des Dorfes  und Schauplatz  des pulsierenden Lebens mit Gasthäusern, Lädelis, Märkten, Brunnen, noblen sowie einfachen Gebäuden. Wir schauen uns diese Häuser an, zeigen Ihnen Trouvaillen, erzählen Geschichten und Anekdoten und lassen Sie die Veränderungen der Hauptgasse hautnah erfahren.

 

Dieser Rundgang findet mit zwei Begleitungen statt, daher betragen die Kosten Fr. 260.-

 



Historische "Beizentour"

 

Geschichten zum "Wirtschaftsleben" in der guten alten Zeit

mit Franz X. Isenring 

 

Weinfeldens Gasthäuser waren der Treffpunkt des gesellschaftlichen Lebens im Dorf. In den damaligen Beizen wurde nicht nur gebechert, sondern auch diskutiert, politisiert, gefeiert und "gelebt". Wir kommen auf einem Spaziergang an vielen Beizen von damals und heute vorbei und erfahren mehr über ihre Wirtinnen und Wirte und ihre Gäste.



Frauen-Häuser / Häuser-Frauen

 

Geschichte und Geschichten aus Weinfelden

mit Vreni Brenner und Franz X. Isenring

 

Zahlreiche Frauen prägten auf unterschiedlichste Weise das Zusammenleben in unserem Dorf. Leider gingen ihre Leistungen manchmal vergessen. Auf dem Rundgang erfahren wir mehr über ihr Leben, ihre Geschichte, und wir besuchen Häuser und Plätze, an denen sie wirkten.

 

Dieser Rundgang findet mit zwei Begleitungen statt, daher betragen die Kosten Fr. 260.-

 



Von der Bank und vom Geld in Weinfelden

 

Geschichte und Geschichten aus Weinfelden

mit Martin Sax

 

Am 1. Mai 1871 wurde die "Thurgauische Kantonalbank" in der allerersten provisorischen Geschäftsstelle im Parterre des Rathauses eröffnet. Anderthalb Jahre vorher hatte der Grosse Rat des Kantons Thurgau mit einer einzigen Stimme Mehrheit Weinfelden zum Standort der neu zu gründenden Bank bestimmt. Das lag vor allem daran, dass die Weinfelder ein äusserst grosszügiges Angebot für einen Geschäftssitz unterbreitet hatten. Auf einem Spaziergang werfen wir einen ausführlichen Blick auf die Entwicklungen der TKB und das Geldwesen in unserer Gegend.

 

Der Rundgang führt mit Bildern und Erzählungen durch Geld- und Bankgeschichte in Weinfelden und die vielfältige bauliche Entwicklung der TKB am Ort. Diese war stetigen Veränderungen unterworfen, und manches Mal bewegten die Massnahmen die Weinfelder Bevölkerung. Viele dieser Erinnerungen sind bis heute präsent!

 



Wo Neues auf Altes trifft: Der Trauben in neuem Glanz

 

Geschichte und Geschichten aus Weinfelden

mit Franz X. Isenring und Martin Sax

 

Der stattliche, wohlproportionierte Bau des Gasthauses zum Trauben und seine zentrale Lage am Rathausplatz geben deutlich zu erkennen, dass dieses Haus besonderen Zwecken diente. Hier war nicht nur die Herrschaft für die Dorfbewohner sichtbar. Im ersten Stock - in der ehrwürdigen Gerichtsherrenstube - tagten die Regenten und verwalteten von dort ihr Untertanengebiet. Für den Obervogt war im Trauben sogar ein «Stübli» reserviert.

 

Unsere Führung beginnt im Saal. Sie erleben in Wort und Bild die überaus interessante Geschichte und Bedeutung des Gebäudes und erfahren die neuesten Erkenntnisse über die Entstehung des Trauben.

 

Sie lernen die verschiedenen Wirte und Wirtinnen der herrschaftlichen Taverne kennen, sowie andere namhafte Persönlichkeiten, welche im Trauben ein- und ausgingen. Anschliessend führen uns die Pächter durch das restaurierte Gebäude und zeigen uns unter anderem die Harmonie zwischen Alt und Neu.

 

Dieser Rundgang findet mit zwei Begleitungen statt, daher betragen die Kosten Fr. 260.-

 

Achtung: Wenn Sie als private Gruppe eine solche Veranstaltung im Haus wünschen, müssen Sie Möglichkeiten und Termine vorgängig selbst mit dem Betrieb absprechen!